Leopard, Zebra, Schlange, Giraffe, Tiger, Krokodil – was erst einmal nach einem erfolgreich dokumentierten Zoo-Besuch klingt, ist aber nichts anderes als die tierische Inspirationsquelle für einen der aktuell am stärksten vertretenen Trends der Modewelt: dem Animal Print.

Animal Prints verstehen sich als Drucke in Tierfell- oder Tierhaut-Optik. Egal ob auf Kleidern, Hosen oder Accessoires, unsere tierischen Gefährten geben uns Anstoß ihre wilden Kleider zu kopieren. Und dies Gott sei Dank nicht mehr in Form von echten Fellen, sondern als Duplikate auf unserer Kleidung.
Das Thema Animal Print(s) spaltet bis heute immer noch die Meinungen. Lange waren die wilden Muster verschrien, hatten einen bitteren Beigeschmack, der eher an Rotlicht-Milieu erinnerte, als an ein trendiges It-Piece. Aber wie es mit allen Trends so ist, kommen und gehen sie in regelmäßigen Abständen – und seit 2018 lassen uns Animal Prints einfach nicht mehr los.

Zur Geschichte unseres tierischen Trends

Animal-Prints existieren bereits seit mehreren Dekaden in der Welt der Mode. Angefangen bei den Urzeitmenschen dienten Tierfelle in erster Linie nicht für modische Zwecke, sondern zum Überleben als Schutz und als wärmende, zweite Haut.

Modegeschichtlich gesehen, waren sie bereits in Königshäusern sehr beliebt, suggerierten sie doch Exotik, Reichtum und Status. Die hochpreisigen, tierischen Echtfelle kamen von seltenem exotischen Getier und wurden aus fernen Ländern aufwändig mit dem Schiff importiert.

In den 1940er Jahren gab es ein Aufkommen des Animal-Prints in der Kleidung während der Frühphase der Frauenbewegung.

Das Pin-Up-Model, eine der meistfotografierten Frauen ihrer Zeit – Bettie Page – machte speziell Leopardenmuster in den 50er Jahren wieder modern. Das Muster suggerierte Sexiness, Stärke und Fraulichkeit.
Zur gleichen Zeit definierte der Modedesigner Christian Dior das Muster auf eine neue Art. Durch seine damalige Muse inspiriert, die ein großer Fan von Leopardenmuster war, entwarf er verschiedene Kleidungsstücke und Accessoires, die aber anders als bei Bettie Page eher Chicness, Eleganz und Modernität ausstrahlten. Kein Frauen-Ensemble war ohne einem Teil in Leopardenmuster vollständig.

In den 1960ern bahnte sich eine komplett neue Revolution an: die Hippie-Bewegung. Die Menschen wollten rebellisch und wild sein – dies wurde durch wilde Mustermixe und Farben ausgedrückt. Diese freie Art der Lebensentfaltung war wie gemacht für den Animal Print.

Eine rebellische Ära erlebte der Animal Print in den 70ern. Mit der Punk-Rock-Dekade kamen auch sehr extreme Kleidungsstücke und Accessoires (wie Plattformschuhe und Reizwäsche), denen der Print eine noch wildere Note verlieh. Die rebellische Musik, Mode und Kultur wollten vor allem eins sein: verrückt, outgoing und unberechenbar.

Tiger, Leopard, Zebra: Animal Print wurde in den 80ern salonfähig und auf elegante Abendkleider, ausladende Mäntel und schillernde Party-Outfits gedruckt.

Die Neunziger: War es nicht schön damals mit bauchfreien Tops, Plateau-Schuhen und Bomberjacken zu den Klängen von Britney Spears und den Backstreet Boys zu tanzen? Outfittechnisch inspirierten vor allem Künstler aus der Musikbranche die Modewelt. Und da durfte der wilde Print nicht fehlen – am besten auf jedem erdenklichen Kleidungsstück.

Es ist abzusehen, dass der Trend innerhalb der nächsten 10 Jahre erst wieder verschwindet und dann mit voller Wucht zurückschlägt. Trotzdem ist es wahnsinnig interessant zu sehen, wie jeder Zeitabschnitt unseren Trend “Animal-Print” neu erfindet, interpretiert und verwendet. Was jedoch klar ist: Der verspielte Print kann ein echter Alrounder sein und sich in jedem Kleidungsstil wiederfinden.

Advices

Zunächst ein kleiner Disclaimer: Die folgenden Tipps und Anregungen zum Stylen von unserem Thema Animal Print (Anwendbar für euch auf wohl die meisten Trends und Modeerscheinungen) dienen nur als kleine Orientierungshilfe für die von euch, die Lust haben sich an den Trend heranzutasten oder einfach nur Outfit Inspirationen suchen – Mode soll frei sein und bleiben & dient für Jeden persönlich als individuelles Kommunikationsmittel! <3

1. Baby Steps
Wie bei allen anderen neuen Trends und Modeerscheinungen gilt: Accessorize first! Tastet euch mit gängigen Accessoires wie Gürtel, Taschen, Schals oder Socken heran. Eine weitere Möglichkeit sind Schuhe zu nutzen. Diese Stücke machen im Verhältnis einen kleinen Teil der Fläche eures Outfits aus und nehmen deswegen noch nicht gleich komplette Überhand. Stylen könnt ihr sie mit fast allen Lieblingsstücken und/oder Basic Teilen eures Kleiderschranks.

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2. Nutzt eure Comfort Zone!
Nutzt für euch bekannte Schnitte und Kleidungsstücke in denen ihr euch wohl und sicher fühlt. Das können besonders Teile mit klassischen Schnitten sein, wie zum Beispiel Hemden, (enge) Rollkragenpullover, gerade T-Shirts oder Anzughosen. Diese kombiniert ihr einfach wie gewohnt – ihr werdet sehen, dass der tierische Trend euren gewohnten Looks einen modernen und aktuellen Touch gibt.

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3. Farben, Farben, Farben
Besonders Tier(haut)muster die aus monochromen Farben bestehen machen es euch einfach: Zebramuster und Schlangenmuster die in schwarz-weiß gehalten sind, könnt ihr als Basis nutzen und mit allen erdenklichen Farbtönen und Nuancen kombinieren.
Zu mehrfarbigen Tierprints könnt ihr als Start erst einmal Schwarz, Weiß, Grau und andere Naturals kombinieren. So bleibt ihr bei den euch bekannten Farben und überladet euch nicht völlig.

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4. Wagt euch an Fläche und Farbe
Große Mäntel, tolle Hosen, Jumpsuits, Kleider oder Anzugsets – Animal-Print als große Fläche oder gleich als All-Over Look zu stylen macht Spaß. Auch gerne in Kombination mit anderen Trendfarben, wie Neon, ist das Muster auf jeden Fall ein Augenschmaus!

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Und wie immer gilt natürlich: Bestehendes vor Neuem – Schaut durch euren eigenen Kleiderschrank, leiht von Freunden und Familie, bevor ihr euch ein neues Kleidungsstück (mit dem Trend Print) kauft. Habt ihr Lust euch auszutoben?
Second Hand should be your Brand – egal ob auf Flohmärkten oder bei uns im Dogdays of Summer Store in Graz oder in unserem Dogsays of Summer Online Shop https://shop.dogdaysofsummer.at/. Ihr werdet bestimmt tolle Teile aus vergangener Zeit finden, die ihr jetzt dem Zeitgeist nach kombinieren könnt!

Credits
Idee, Text: Valerie Specht | Fotos: Credits verlinkt

 

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